Forschungsprojekte - Dr. Monika Undorf

Laufende Projekte

Die Bedeutung von Verarbeitungsflüssigkeit für das Metagedächtnis (DFG), seit 2015

Es wird weithin angenommen, dass Vorhersagen der Erinnerungswahrscheinlichkeit (Judgments of Learning, JOLs) maßgeblich durch Verarbeitungsflüssigkeit beeinflusst werden. Entscheidende Evidenz für diese Annahme geht einerseits auf Studien zurück, in denen die Erinnerungswahrscheinlichkeiten einer anderen Person vorhergesagt wurden, und wurde andererseits in Untersuchungen erhalten, in denen durch die Lernenden selbst festgelegte Lernzeiten als Maß für Verarbeitungsflüssigkeit dienten. Es ist jedoch umstritten, ob JOLs für die eigene Person und JOLs für eine andere Person auf denselben kognitiven Prozessen beruhen. Zudem liegen Hinweise darauf vor, dass selbst festgelegte Lernzeiten umgekehrt u-förmige Zusammenhänge zu JOLs aufweisen und somit kein reines Maß für Verarbeitungsflüssigkeit darstellen – andernfalls würden lange Lernzeiten stets niedrige JOLs und kurze Lernzeiten stets hohe JOLs nach sich ziehen. Das vorliegende Forschungsvorhaben untersucht (1) die Vergleichbarkeit von JOLs für die eigene Person und JOLs für eine andere Person sowie (2) die Validität selbst festgelegter Lernzeit als Maß für Verarbeitungsflüssigkeit.